„Wir wollen nur Dinge tun, die wir mögen. Doch wer immer den Weg des geringsten Wiederstandes geht, ändert nichts in seinem Leben und dreht sich im Kreis. Man muss im Leben Risiken eingehen, dorthin gehen, wo noch keiner war“ – Marina Abramovic

Der Boden glüht vor Hitze, keine Abkühlung weit und breit, das Atmen fällt schwer. Mensch und Tier liegen träge im Schatten. Erst später am Abend erwacht die ganze Umgebung, eine leichte Brise macht das Atmen wieder möglich. In der Ferne zieht ein Gewitter auf, Spannung liegt in der Luft. Zur Gleichen Zeit, irgendwo anders auf dieser Welt: ein einsamer Wanderer durchschreitet eine Eiswüste, begleitet von ein paar Schlittenhunden und seiner Kamera. Weder die klirrende Kälte noch die stechenden Eiskristalle, die der Sturm in sein Gesicht schleudert können ihn abhalten, diesen Ort zu erleben. Keine Grenzen können ihn aufhalten die Kulturen und Naturschauspiele anderer Regionen zu erfahren, die dort lebenden Menschen kennenzulernen, immer begleitet von seiner Kamera. Mit dieser hält er Momente des immerfortwährenden Pulses des Lebens fest - Ausschnitte die den Betrachter in die Szenerie für kurze Zeit eintauchen lassen, seine Gedanken abschweifen lassen, zum Träumen und Reflektieren anregen. Doch nicht nur das: sie haben auch eine unglaubliche Macht, können den Betrachter so sehr mitreißen, dass sie ihn tagelang verfolgen, ihn inspirieren und zum Handeln bewegen. Gerade Inspiration ist ein wertvolles Gut, sie hat großen Anteil daran, unser Leben spannend und unglaublich vielfältig zu machen, unseren Geist wach zu halten. Und so sollen Photoserien entstehen, die Einblicke in unbekannte Welten geben; Filmaufnahmen, die es ermöglichen, unterschiedlichste Perspektiven einzunehmen - mit dem Anliegen, dem Rezipienten solche Anstöße zu geben...

Am Rande der Transfăgărășan (Teil 3): Von Vidraru nach Bâlea Lac

Unermüdlich schlängelt sie sich das Făgăraș-Massiv hinauf, quert auf einer Höhe von 2042m den Pasul Bâlea – verbindet dadurch die große Walachei mit Siebenbürgen: die Făgărășer Hochstraße; rumänisch Drumul Transfăgărășan. Aufgrund ihrer hochalpinen Streckenführung ist sie nur etwa vier Monate im Jahr passierbar, Lawinen und extreme Witterungsverhältnisse machen eine Querung sonst unmöglich.

Im Hochsommer 2013 bot sich während Recherche und Filmarbeiten die Gelegenheit sie zu befahren: Man versprach mir, dass am Rande der Transfăgărășan die beste Möglichkeit bestünde, auf Schäfer zu treffen, die tagtäglich mit Bären konfrontiert werden und bereit sind, ihre Erlebnisse zu erzählen. In diesem Teil führen wir unsere Reise fort, vom Stausee Vidraru folgen wir der Transfăgărășan bis ins Făgărașer Zentralmassiv.

Je weiter wir in das Făgăraș-Massiv vordringen, desto einsamer wird die Reise. Die Menschenmassen am Vidraru-Staudamm liegen inzwischen weit hinter uns – vor und neben uns größtenteils Wildnis. Nur einige Schäfer dringen mit ihren Herden auch in die Seitentäler ein, sonst beschränken sich die Zeugnisse der Zivilisation auf die Hochstraße.

Langsam und mit großer Vorsicht quälen wir uns die Serpentinen bis auf eine Höhe von 2000m hinauf, die Straße wird immer steiler. Links und rechts tun sich mehrere hundert Meter tiefe Abgründe auf, teilweise blockieren Überreste von Steinschlägen und Muren die Trasse. Vorsicht ist hier überlebenswichtig, große Teile der Trasse sind nicht gesichert, Gefahren lauern überall. Immer wieder kommt es hier zu tödlichen Unglücken aufgrund von versagenden Bremsen oder Steinschlag – jeder Fahrfehler kann hier fatale Folgen mit sich ziehen.

Am Rande der Transfăgărășan (Teil 2): Von Râmnicu Vâlcea nach Vidraru

Unermüdlich schlängelt sie sich das Făgăraș-Massiv hinauf, quert auf einer Höhe von 2042m den Pasul Bâlea – verbindet dadurch die große Walachei mit Siebenbürgen: die Făgărășer Hochstraße; rumänisch Drumul Transfăgărășan. Aufgrund ihrer hochalpinen Streckenführung ist sie nur etwa vier Monate im Jahr passierbar, Lawinen und extreme Witterungsverhältnisse machen eine Querung sonst unmöglich.

Im Hochsommer 2013 bot sich während Recherche und Filmarbeiten die Gelegenheit sie zu befahren: Man versprach mir, dass am Rande der Transfăgărășan die beste Möglichkeit bestünde, auf Schäfer zu treffen, die tagtäglich mit Bären konfrontiert werden und bereit sind, ihre Erlebnisse zu erzählen.

Im ersten Teil dieser Photoserie erkundete wir Râmnicu Vâlceas Industriebrachen und besuchten aufgegebene Ölfelder. Inzwischen haben wir Râmnicu Vâlcea verlassen, nähern uns dem Fuße der Transfăgărășan. Je weiter wir uns von der Stadt entfernen, desto ärmer wird die Gegend: unverputzte Häuser, Schlaglöcher gewaltigen Ausmaßes und Müllberge am Straßenrand begleiten uns.

Hinter den Häusern erstrecken sich langgezogene Gärten, in denen die ansässige Bevölkerung jeden erdenklichen Platz zum Obst- und Gemüseanbau nutzt, dazwischen Hühner, Kaninchen, teils sogar Schweine hält. Die selbst erwirtschafteten Erträge bilden einen nicht zu unterschätzenden Teil der Existenzsicherung – der Rest wird am Straßenrand hungrigen Reisenden für wenige Lei verkauft….

Beitragsbil Transfagarashan

Am Rande der Transfăgărășan (Teil 1): Râmnicu Vâlcea

Unermüdlich schlängelt sie sich das Făgăraș-Massiv hinauf, quert auf einer Höhe von 2042m den Pasul Bâlea – verbindet dadurch die große Walachei mit Siebenbürgen: die Făgărășer Hochstraße; rumänisch Drumul Transfăgărășan. Aufgrund ihrer hochalpinen Streckenführung ist sie nur etwa vier Monate im Jahr passierbar, Lawinen und extreme Witterungsverhältnisse machen eine Querung sonst unmöglich. Im Hochsommer 2013 bot sich während Recherche und Filmarbeiten die Gelegenheit sie zu befahren:…

Die Da Drüben

West- und Ostdeutschland sind auch 25 Jahre nach dem Fall der Mauer noch nicht zusammengewachsen, die anfängliche Euphorie über den Mauerfall ist größtenteils verflogen: zunichte gemacht durch die harte Realität des Alltages. Seit der Wende sind mehr als 2,5 Mio industrielle Arbeitsplätze in Ostdeutschland verlorengegangen, 2012 waren mehr als 11,9% der Ostdeutschen arbeitslos, doppelt so viele wie in Westdeutschland. Erschwerend kommt hinzu, dass immer mehr Einwohner die Flucht in den Westen ergreifen: über 2 Mio Menschen sind bereits abgewandert. Dadurch verschlimmert sich die Situation jedoch immer mehr: Versorgungseinrichtungen wie Supermärkte oder Arztpraxen werden geschlossen, in die Infrastruktur bis auf wenige Zentren immer weniger investiert.

Die Dörfer Hohegeiß und Sorge zeigen eine Entwicklung auf, die nicht nur im Ostharz Alltag geworden ist: Manch einer wünscht sich schon wieder die gute alte Zeit herbei…

Auf den Spuren der Kängurus

Überall trifft man auf sie in Australien, ob in der heißen Steppe oder auf 3000 Metern Höhe: Kängurus. Für diesen Film reisten wir vom Red Center bis ins tropische Top End Australiens, durchquerten teils menschenleere Gebiete, nur ab und zu von verfallenen Siedlungen und verlassenen Kleinstädten unterbrochen. 

In den verschiedensten Habitaten gelangen uns Sichtungen und Aufnahmen – ein teilweise recht schwieriges Unterfangen, da wir oftmals nur wenige Stunden dafür Zeit hatten. Im tropischen Norden gesellten sich Salzwasserkrokodile als Reisebegleitung zu uns, nicht zu unterschätzende Räuber. Doch mit einigen Vorsichtsmaßnahmen und erfahrenen Führern gelangen auch die Aufnahmen an den Billabongs (Wadi ähnl. Gewässer)…